Mairie de Cosne-Cours-sur-Loire - Cosne-Cours-sur-Loire, die historische Drehscheibe

Cosne-Cours-sur-Loire, die historische Drehscheibe

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Cosne-Cours-sur-Loire, die historische Drehscheibe

Die seit prähistorischer Zeit besiedelte Stadt Cosne ist stolz auf ihren ganz besonderen Platz in der Geschichtsschreibung. Bereits zu gallorömischer Zeit hielt sie den begehrten Standort an der Kreuzung der Flusswege (Loire und Nohain) und Landwege (Autun-Paris und Auxerre-Bourges). Von den keltischen Invasoren über Machtkämpfe und Invasionen der Barbaren bis hin zur Entwicklung von Handel und Industrie besitzt Cosne-Cours-sur-Loire eine reiche Vergangenheit, die noch heute sichtbar ist.

Ein begehrter Standort

Welch hübscher „Knick“, um sich niederzulassen, was für ein privilegiertes Eck! Das dachten vor über 2000 Jahren vor unserer Zeit sicherlich die keltischen Invasoren, als sie hier ihre Siedlung „Condate“ gründeten, die später zu Cosne am rechten Ufer der Loire werden sollte. Dank dieser Kombination aus Fluss auf der einen Seite und den Wäldern mit ihrem üppigen Wildbestand auf der anderen Seite wurde die Region bereits sehr früh seit der Altsteinzeit besiedelt. Das bezeugen Gegenstände aus Feuerstein, aus Hirsch- oder Rentiergeweihen, die bei Ausgrabungen gefunden wurden. Zur gallorömischen Zeit gewinnt Cosne schließlich an Bedeutung. Seine strategisch gute Lage an den Nordost- und Südwest-Wegen und an den Flusswegen der Loire und des Nohain machen es zu einem privilegierten Ort für den Handel. Aber leider auch für Machtkämpfe! Nach den Invasionen der Barbaren gerät die Stadt im 5. Jahrhundert unter die Herrschaft des Bischofs von Auxerre. Sie hält den Machtansprüchen der Grafschaft Nevers stand. Dieser Kampf um Einfluss dauert bis ins 6. Jahrhundert. Als Kreuzungspunkt der Fluss- und Landwege befindet sich Cosne jedoch in exponierter Lage in den großen Konflikten der Geschichte Frankreichs: im Hundertjährigen Krieg, im Kampf zwischen Armagnac und Burgund, in den Religionskriegen und der Fronde. Man musste sich also schützen! Die Burg wird im 5. Jahrhundert errichtet und die Häuser schmiegen sich ringsum. Im Mittelalter schützt vom 9. bis 10. Jahrhundert eine erste Festung die Stadt gegen das mehrfache Eindringen der Normannen; der Fraicte-Turm wird errichtet, um die Loire zu überwachen.

Die Ära des Wohlstands

Ab dem 17. Jahrhundert und bis zur Französischen Revolution entwickelt sich Cosne schnellen Schrittes. Besonders dank eines Hüttenbetriebs, der Manufacture des Forges de la Chaussade, die ab 1670 aus der Stadt ein wichtiges industrielles Produktionszentrum für die die Königliche Marine macht (Anker und Apparatur). Zur gleichen Zeit kommt es zu einem Aufschwung der Landwirtschaft und der Fayence-Manufakturen.

Es ist die Zeit der Entfaltung: Vom Ende des 17. Jahrhunderts bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt sich Cosne an seinen wichtigsten Zugangsstraßen entlang. 1833 wird die erste Brücke über die Loire gebaut. Cosne ist zum Verwaltungs-, Handels- und Industriezentrum aufgestiegen und seine Bedeutung wird unter Napoleon III. noch durch den Bau der Eisenbahnlinie, des Hôtel de Ville (Rathaus), des Palais de Justice und der Sous-Préfecture unterstrichen. Die Stadt ist fortan bekannt für ihre Schneidwaren und Feilenfabriken. Von 1876 und bis 1939 war Cosne auch eine wichtige Garnisonsstadt und Sitz des 85. Infanterieregiments.