Mairie de Cosne-Cours-sur-Loire - Die Forges de la Chaussade: ein glänzendes Industrieerbe!

Die Forges de la Chaussade: ein glänzendes Industrieerbe!

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Die Forges de la Chaussade: ein glänzendes Industrieerbe!

Das Wasser der Loire und des Nohain, die Wälder des zentralen Nivernais, Kohle aus dem Zentralmassiv und Eisenminerale aus dem Berry und Donziais…

Diese vielfältigen natürlichen Ressourcen schmiedeten das Schicksal von Cosne im buchstäblichen Sinn. Ja, sie schmiedeten es, denn das Schmiedewerk der Forges de la Chaussade war es, das die industrielle Geschichte der Stadt im 18. Jahrhundert einläutete.

Unter Ludwig XVI., das goldene Zeitalter

Am Anfang stand Pierre Babaud de la Chaussade, geboren im Jahre 1706 in Bellac. Als junger Mann folgt er seinem Vater im Holzhandel für die Kriegsmarine, bevor er Schmiedemeister wird. Er war am Hofe König Ludwigs XVI. gut eingeführt und besaß Schmiedebetriebe und Wälder im Nivernais. Ab 1735 betreibt er die Schmiede von Cosne-sur-Loire und sorgt für ihren Aufschwung mit einem Höhepunkt zwischen 1744 und 1781. Die Schmiede fabriziert Anker und Metallzubehör für die königliche Marine und beliefert die Häfen von Brest und Lorient.

Babaud wird quasi Exklusivlieferant der königlichen Marine. Doch als besonnener Mann steht er ab 1777 dem Rückgang seiner Tätigkeit gegenüber und beginnt mit dem Staat zu verhandeln, der die Schmiede im Jahre 1781 zurückkauft. Sie wird königlich und behält ihren Namen, zu Ehren der Dienste für die Nation, die Babaud de la Chaussade geleistet hatte.

 

Die Bahn läutet das Ende ein

Im 19. Jahrhundert leidet das Schmiedwerk unter der Entwicklung der Technologien und die Aktivität kommt zum Erliegen. 1860 bringt die Ankunft der Eisenbahn den Todesstoß: Die Wasserstraße wird unwichtig, der Warentransport erfolgt per Bahn. Die Schmiede schließt im Jahre 1871 endgültig.

Am Standort werden trotzdem noch industrielle Aktivitäten ausgeführt, zumindest sehr unterschiedliche. Es folgen nacheinander eine Nagelherstellung, eine Wäscherei, eine Filzfabrik, eine Schuhfabrikation und schließlich ein Werk für Elektrokabel von 1941 bis 1987, als schließlich jegliche Industrietätigkeit am Standort der Schmiede eingestellt wurde.

Heute ein Schatz des Kulturerbes von Cosne

Die Stadt Cosne, die 1905 Eigentümer des Standorts geworden ist, misst diesem Fleck ganz besonderes Interesse bei.

Denn historisch betrachtet nahm genau an diesem Ort das industrielle Leben in Cosne seinen Ursprung.

Heute ist es eine privilegierte Zone, eine Fassade des Zentrums über die Loire. Das „Sévigné“-Portal und das alte Gebäude der Schmiede stehen unter Denkmalschutz. Auf dem Gelände befinden sich heute ein Gemeindesaal und die interkommunale Mediathek.