Mairie de Cosne-Cours-sur-Loire - Cosne und die Loire, unzertrennlich

Cosne und die Loire, unzertrennlich

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Cosne und die Loire, unzertrennlich

Symbiotisch, so lässt sich die Verbindung zwischen dem Fluss und Cosne am besten beschreiben. Im letzen Winkel des Nohain („Cosne“ kommt vom keltischen „Condate“ für Winkel) entstand nämlich die Stadt, kurz vor seinem Zusammenfluss mit der Loire, auf halbem Wege zu ihrer Quelle am Mont Gerbier de Jonc und der Mündung in Saint-Nazaire.

Hier im oberen Loiretal im Nivernais zwischen Berry und Burgund entzieht sich der Fluss dem Blick. Er verleitet zu Wünschen, nähert sich Zug um Zug und zeigt sich nicht ohne weiteres wie in den riesigen Panoramen weiter flussabwärts.

In Höhe von Cosne war das Flussbett schon immer sehr breit, rund 1000 Meter. In seiner Mitte teilt eine große, 6 km lange Insel das Gewässer in zwei ungleiche Flussarme, die Loire am Fuße der gepflasterten Anlegestellen von Cosne und die Petite Loire am Ufer des geheimnisvolleren und dichter bewaldeten Berry.

Die Loire, der letzte unberührte Strom Europas...

Der Mensch kämpft seit Jahrhunderten erbittert darum, die ungestümen Wassermassen zunächst mit Hilfe von kleinen Hügeln, dann mit Deichen (oder Dämmen) und schließlich mit Staumauern zu bändigen, um seinen Verlauf mit Sperren (sogenannte chevrettes) zu lenken. Doch die königliche und rebellische Loire setzt ihren Kurs unbeirrbar fort. So erfolgte vor allem auf den 200 km Länge des Seitenkanals der Loire mit seinen vielfältigen Verzweigungen und all seinen Flussbauwerken, die zu den berühmtesten ganz Frankreichs zählen, der Transport von Waren.

Der Fluss, Motor der Wirtschaft

Vor der Ankunft der Eisenbahn Mitte des 19. Jahrhunderts war die Loire ein wichtiger Flussweg, der das Mittelmeer mit dem Atlantischen Ozean, die Städte flussaufwärts mit Paris und dem Lauf der Seine verband. Mehrere Jahrhunderte lang existierte eine wahrhafte Marine auf der Loire.

Die „Schifffahrt flussabwärts“ von Roanne, Digoin und Cosne nach Orléans und Nantes, dann Paris über den Canal de Briare zum Loing und zur Seine gewährleistete vor allem den Transport von Holz, Kohle, Korn, Wein und produzierten Gütern (Marineanker aus Cosne oder Töpferware aus La Puisaye). Die Frachtkähne „flussabwärts“ wurden in Saint Rambard aus Tanne bzw. sapin gebaut, daher stammt auch ihr Name „Sapines“ oder „Saint Rambertes“. Als Kähne ohne Mast und Segel fuhren sie schnell mit dem Strom, gesteuert mit Hilfe von Stangen aus den jeweiligen Vierteln.

Für die Schifffahrt „flussaufwärts“ pendelten Kähne oder gabares aus Eiche mit Mast, Segel und großem Ruder (dem piautre) auf dem Fluss entlang, im Zug an den größeren Kahn voraus, der „Mutter“, gespannt, das kleinere Boot hintan, damit es nicht abdriftet. Es war eine solidarisch geprägte Schifffahrt. Man segelte vom Hafen von Nantes zum Hafen von Orléans, beladen mit Salz, exotischen Gütern, Weinen aus der Touraine etc. Flussaufwärts von Orléans stieg man, wenn der Wind ausblieb, auf das Treideln meist durch Menschenkraft um.

Flussabwärts dauerte es je nach Zustand des Flusses 3 bis 6 Tage, um von Roanne nach Briare zu kommen. Orléans-Nantes erforderte 8 bis 15 Tage. Flussaufwärts waren die Fahrzeiten mindestens doppelt so lang.

Schließlich bot das Flussbett ein riesiges Reservoir an Sand und Zuschlagstoffen für den Bau der Städte und Dörfer.

Heute ist die Loire ein Trinkwasserreservoir für zahlreiche menschliche Aktivitäten. Sie ist aber auch ein riesiger, wunderschöner Lebensraum für die hiesige Fauna und Flora.

Die wilde Fauna der Loire

Vögel

In der Nähe des Flusses sind sie in Scharen anzutreffen, sie bilden mehrere Familien.

  • Standvögel, wie den Azurfischer oder den Reiher;
  • Zugvögel, die hier eine Jahreszeit verbringen, wie Fluss-Seeschwalben und Uferschwalben im Sommer oder Stockenten, Krickenten und Kormorane, die sich in der kalten Jahreszeit hier niederlassen;
  • Zugvögel, die zweimal im Jahr den Himmel über der Loire nur überqueren, Kraniche in perfekter „V“-Formation und Gänse, die leiser als erstere fliegen. Kormorane ziehen tendenziell immer später davon, und bleiben bisweilen in der Region (an der Loire im Nivernais zählt man rund 6000).

Fische

Einige wandernde Fischarten:

  • Aale, zahlreiche;
  • Neunaugen und Meeräschen, seltener;
  • Maifische;
  • und vor allem Lachse, die im Verlauf des Winters flussaufwärts zu ihren Laichplätzen im Allier ziehen.

Die Wanderung in Form wahrer „Flotten“ beginnt im Verlauf des Winters, ab Anfang Dezember und dauert bis Ende März. Ein sehenswertes Spektakel!

Zu den heimischen, nicht migrierenden Fischarten zählen der Hecht (der Königsfisch der Loire), Barsch, Karpfen, Schleie, Brasse, Plötze, Barbe und die Bratfische (Gründling und Weißfisch). Zwei eingeführte Arten: der Zander, ein reißender Konkurrent des Hechts und schließlich der monströse Wels.

Zwei Säugetierarten leben im Fluss und an seinen Ufern: die Biberratte, die nach ihrem Entkommen aus einer Zucht flussaufwärts sich tendenziell ausbreitet und der europäische Biber, der sicherlich weniger zahlreich vertreten ist und nach seiner Auswilderung bei Blois nun langsam aber sicher den Flusslauf hinauf wandert.